Alte Lieder - gesungen oder gesprochen

Shownotes

Mit Psalmen geht es in den Gottesdienst. Julian und Markus haben gemerkt, dass sie sich viel zu erzählen haben. Deshalb hier der erste Teil über die Psalmen und den Anfang des Gottesdienstes.

Transkript anzeigen

00:00:04: Evangelisch

00:00:04: geht ja noch mit Julian Scharf

00:00:09: und Markus Eckhardt.

00:00:12: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Evangelisch.

00:00:14: Geht Ja Noch Mit Einer Kleinen Vorrede, denn wir haben festgestellt beim Letzter der letzten Aufnahme Wir Haben so viel Zu Erzählen Und Deswegen wird diese folge zwei geteilt.

00:00:27: ihr hört jetzt Den ersten Teil.

00:00:29: in dem gab es auch ein kleines technisches Problem.

00:00:32: Ihr werdet das merken aber Das Wird hoffentlich Dem Vergnügen keinen Abbruch bereiten.

00:00:37: und hier also der erste Teil, der sich sehr auf den Psalm spezialisiert.

00:00:43: Viel Vergnügen!

00:00:44: Guten Morgen Julian.

00:00:45: Guten Morgen lieber Markus.

00:00:49: Heute Pfarrer Sonntag.

00:00:49: Und

00:00:50: morgen liebe Hörerinnen und Hörern ihr seid vielleicht gerade am Abend oder wie auch immer.

00:00:57: das ist ja wenn wir uns da fröhlich guten Morgen wünschen.

00:01:00: es ist vielleicht auch ein bisschen komisch.

00:01:02: Zur Erklärung, wir haben gerade acht Uhr dreißig Zirka an einem Montag.

00:01:06: Ich habe grad schon Scherzhaft gesagt, fahre Sonntag!

00:01:09: Den können wir nicht ganz einhalten oder Markus?

00:01:13: Nein,

00:01:13: nein, nein.

00:01:14: Irgendwann nicht.

00:01:16: Markus du hast konfirmiert,

00:01:18: oder?!

00:01:19: Ja ja es war wieder eine wunderbare oder zwei Konformationen hab ich am gleichen Tag hintereinander gemacht.

00:01:27: das war wirklich sehr schön.

00:01:29: Die Konfis waren alle wieder sehr schön, wie sie das zu tun pflegen an der Konformation.

00:01:35: Und die haben alle super mitgemacht und so weiter.

00:01:38: Das war richtig toll!

00:01:40: Aber für dich war auch Konformation und du hast das erste Mal Molmer Münster konformiert?

00:01:45: Ja, das war auch ein echten Stück weit aufregend.

00:01:49: Mein wass ein bisschen anders war ich hatte in Anführungsstich nur acht Konfomaninnen-Konfomanten während ich zuletzt den Felbach eher eigentlich immer zwanzig plus hatte macht manches einfach von der Logistik, natürlich einfach auf der anderen Seite in einer neuen Kirche das zu feiern.

00:02:07: Dann für unseren Mesner war es auch neu.

00:02:09: also wir waren lauter Newcomer für die Konfis was auch neu und ich habe dann gemerkt ich bin irgendwie kurz vor der Konformation mich dreimal in meinem Büro gerannt weil ich jeweils Sachen vergessen hatte.

00:02:20: da war ich schon ein bisschen Durch den Wind hab dann die Nadeln an den Ansteckblumen nicht gefunden.

00:02:27: Hab meinen Kollegen noch aufgerätlos geschickt, Sicherheitsklammern zu holen bis mal gesehen haben dass sie durchsichtig sind und schon angebracht sind.

00:02:34: also an solchen Punkten merken oder doch die Nervosität.

00:02:37: Dann haben wir aber einen wie ich finde sehr schönen Konformationsgottesdienst im Chorraum des Münsters gefeiert mit einem Organisten mit dem Jugendchor Und acht Konfirmanten, die tolle Miniatur-Predigten zu ihren Denksprüchen gehalten haben.

00:02:55: Das war doch echt bemerkenswert und es hat sich so ein roter Faden bisschen durch diese Minipredigten gezogen.

00:03:02: So diese Sehnsucht nach Halt, nach Sicherheit in Gott das fand ich dieses Jahr sehr stark.

00:03:08: Ich meine wer kann's den jugendlichen Verdenken angesichts der Prognosen und Nachrichtenlage dass man sich da Sicherheit wünscht?

00:03:17: Kann ich gut verstehen.

00:03:18: Das ist natürlich nicht nur in der Weltlage, die wir hier zu haben sondern auch in der Lebensphase in denen die Konfis jetzt gerade sind da ist so viel Unsicherheit Da wünscht man sich einfach Sicherheit.

00:03:34: Gibt es noch ein Lied?

00:03:36: Kleines Stückchen Sicherheit.

00:03:37: irgendwas von Juli

00:03:40: gibt mir eine kleine.

00:03:43: Aber da merkt man auch, wie alt wir sind.

00:03:45: Ich glaube das kennen die Konfis nicht mehr.

00:03:49: Ja ich singe den ... Konfies ja immer ein Lied vor und dieses Jahr hab' ich ihnen während eines Seifenblasensägens habe ich ihnen taumig auf von Zartmann vorgesungen.

00:04:03: Sehr schön.

00:04:04: Genau ist aber auch schon wieder drei Jahre alt oder so.

00:04:08: Echt?

00:04:09: Nein!

00:04:12: Keine Ahnung.

00:04:17: Wir verbrennen uns hier nicht die Finger, wir machen ja auch was zum Gottesdienst und ich

00:04:21: gehe mir lieber jetzt mal Richtung Zeim.

00:04:23: also

00:04:25: genau

00:04:26: das sind

00:04:27: wieder die wir kennen die drei tausend Jahre alt sind.

00:04:29: ja dass ist ja.

00:04:33: wir haben vielen dank.

00:04:34: wir haben auch wieder Anfragen bekommen in Unterhaltungen und so weiter oder eine Rückmeldung mit Themenvorschlägen.

00:04:45: Und die Familie Ruppt hat uns über Spotify Kontaktiert und ich hatte auch ein Gespräch nochmal.

00:04:55: Und beiden war ähnlich, dass sie sich mal gewünscht haben ja wir würden gerne so ein bisschen noch mehr auf.

00:05:02: diese Württembergische Traditionen würden da gerne noch mehr hören.

00:05:06: was macht das eigentlich aus?

00:05:07: Dass wir hier in Württentag sind Erzählen ja vom Württembergischen Gottesdienst als württembergersche Pfarrer.

00:05:15: Insofern ist das immer so mit drin, aber ich... Wir haben uns verabredet dass wir mal eine Folge machen irgendwann wo wir wirklich auch nochmal auf diese Besonderheiten eingehen die die Württembergesche Landeskirche ausmacht.

00:05:29: Also nicht nur evangelisch geht ja noch, sondern evangelische in Württemberg geht auch noch und da werden wir uns mal ein bisschen nochmal tiefer damit beschäftigen.

00:05:39: Aber vieles was den württembergerschen Gottesdienst eben ausmacht und dann werden wir heute auf einen ganz besonderes Juwel kommen das hat eben auch mit dieser württembergenschen Landeskirche zu tun.

00:05:52: Da kommen wir bald hin aber befangen Drei Tausend Jahre alten Liedern an.

00:06:00: Hat das Willi der Gottesdienst Markus überlegt?

00:06:03: Nein, ich hatte gestern kein Gottesdienst... Also ich war im Gottesdient, aber ich hatte den nicht zu halten bei meiner Kollegin Angelika Hammer und habe mich sehr gefreut dass der Psalm thirty-six dran kam.

00:06:17: Ach

00:06:17: was?!

00:06:18: Ich hab gestern auch gefeiert!

00:06:23: als Wochenpsyme gehabt.

00:06:25: Und ich habe mich auch über den Psyme sehr gefreut.

00:06:28: Der Herr ist mein Licht und mein High.

00:06:30: vor wem sollte ich mich fürchten?

00:06:32: Das war der Beginn des Psalms, aber da sieht man schon er.

00:06:36: es gibt Wochen psyme die einem vorgeschlagen werden und Man hat natürlich auch die Möglichkeit Als Liturg als Litur gehen zu sagen ah ich hab den Eindruck Da würde ein anderer Psymen viel viel besser passen in die Gesamtmengelage dieses Sonntags.

00:06:57: Aber ich war mit dem Saim-Siebenzwanzig sehr d'accord hatte, das hat ja gleich den Begriff Furcht auch drin, das heißt Sicherheit und Unsicherheit.

00:07:08: Das hat mich dann Richtung Schriftlesung und Predigt geführt.

00:07:11: Also die Zwischenzeit zwischen Himmelfahrten Pfingsten, Zeit der Unsicherheit der Erwartungen.

00:07:17: Das fand ich sehr, sehr passend.

00:07:20: Okay?

00:07:22: Ja, das war jetzt bei meiner Kollegin.

00:07:24: Ich werde ein sehr schöner, sehr tröstlicher Aufbauender Gottesdienst.

00:07:28: Und sie hatte da aber sehr mit einem Bild gespielt und da passte wahrscheinlich der Psalm six und dreißig ein bisschen besser.

00:07:36: Z.B.

00:07:37: habe ich jemanden mit Erntedank in Verbindung?

00:07:41: Ja, aber ich weiß jetzt nicht wann der sozusagen in der Liturgie oder im Kürzenjahr dran ist...

00:07:48: Herdo hilft Menschen und Tieren.

00:07:51: Genau!

00:07:52: Das ist der Psalm, der auch im Mittagsgebet oft dran ist und deswegen kann ich den auswendig.

00:08:00: Also

00:08:00: jedenfalls auswendig mitbeten und auch mit singen.

00:08:03: Da kommt mir eine Frage, lieber Julian!

00:08:07: Wie ist das mit deinem Psalmengesang eigentlich?

00:08:12: Psalm-Gesang in Anführungsstrichen also.

00:08:18: bei uns wird auch tatsächlich in der deutschen Messe nicht der Psalme gesungen sondern auch ja auch gesprochen Genau, und so wie es in Württemberg man es auch aus den Predigt Gottesdiensten gewohnt ist.

00:08:34: Wie kommt das eigentlich Markus?

00:08:35: Dass wir am Anfang eines Gottesdienstes relativ am Anfang einen Psalm miteinander im Wechsel beten?

00:08:42: also die Wir gehen mal zurück in die Geschichte Und schauen dass und entdecken dass in dem reformatorischen Gottesdienten der psalm als sogenannte Introitus, also Eingangs Psalm immer da war.

00:09:05: Und der wurde natürlich vor allem von der Messe her auch gesungen und zwar in einer Gregorianik.

00:09:14: Ja?

00:09:15: Also die Gregorianiks sind man dieser Ton, der sich nur wenig abwechselt ja?

00:09:21: Und dann wird der Psalmen nicht gesprochen sondern gesungen.

00:09:28: Und dann gibt es immer ein Antifon, so nennt man das.

00:09:31: Es ist ein kleines Liedchen also eine kleine Liedzeile die kommt am Anfang die kommt dann zwischendurch ne die kommt genau und zum Schluss kommt da noch mal dass er seit dem Vater und Dann das war sozusagen so ein Lied und das hat man früher auch gesungen und tatsächlich habe ich Mal den schönen Satz gelesen Psalmen sprechen ist wie sein Fahrrad schieben.

00:09:59: Die Psalme sind eigentlich gedacht als Gesang und auch im also von jüdischer Tradition auch her werden psalmen gesungen der überhaupt wenn Schrift gelesen wird, wenn die Tora gelesen Gesang vorgetragen und das hatte man eben mit der Gregorianik auch im christlichen Kontext so übernommen.

00:10:33: So, jetzt kam die Reformationen und die haben eine Sache gehabt dass sie gesagt haben wir wollen gerne dass die Leute das auch wirklich verstehen was sie da machen Das Lied für sich entdeckt.

00:10:54: Die reformatorische Kirche war immer eine singende Kirche und Luther hat ja zum Beispiel mit, wie heißt das nochmal?

00:11:02: Das berühmte reformatorischen Lied!

00:11:05: Ein feste Burg.

00:11:06: Ein fest... Dankeschön.

00:11:08: Ein Feste Burg ist ohne... Genau ein Festes Burg ist unser Gott.

00:11:12: Das ist ja ein vertonter

00:11:14: Psalm.

00:11:14: Die Marseillaise der Reformation.

00:11:16: Aber es ist ein vertonter PSalm.

00:11:19: Luther hat sich dem Psalm zweiundvierzig angeguckt und er hat gesagt, so wie würde ich das was in dem Psalm steht?

00:11:26: In einem deutschen Lied umsetzen.

00:11:31: So dass wir es als Lied singen Wie damals Korrelle oder sowas eben sind?

00:11:37: Und hat dann sozusagen die Themen aus den Psalmen genommen Hat sie dann umgedichtet sozusagen Oder oder verdichtet in diesem psalm in diesen Lied Ein feste Burg ist unser Gott.

00:11:51: Und so in reformierter Tradition hat man sowieso alle Psalmen auch nochmal in Lieder umgedichtet und so war der Psalm zwar immer da, aber er war nicht mehr so leicht erkendlich weil es einfach ein Lied war was man am Anfang gesungen hat.

00:12:10: Am Anfang hat man dann tatsächlich diese umgedichteten Psalmelider gesungen Und dann hat man im Laufe der Zeit war das einfach das Eingangslied.

00:12:20: Man hat nicht mehr erkannt, dass es eigentlich dieser Psalm war und so war in der wirkenbergischen Seele der Psalme irgendwann verschwunden.

00:12:32: Und ich gab ihn nicht mehr so weil auch nicht in der Gregorianik, den gesungen hat wie zum Beispiel in anderen lutterischen Landeskirchen.

00:12:42: Da hat man dem Psalm auch noch ganz selbstverständlich in der Grigorianik gesungen und in Württemberg ist er verschwunden muss man wirklich sagen.

00:12:51: und dann hat man aber den irgendwann wieder entdeckt im letzten Jahrhundert.

00:13:10: Ich finde

00:13:22: schon bemerkenswert und auch berührend, dass wir uns in der da einen so eine alte Tradition mit hineingeben.

00:13:29: Also, dass wenn wir Psyme beten wissen das Menschen das seit zum Teil zweieinhalb Tausend Jahren gemacht haben in den unterschiedlichsten Situationen und das finde ich schon auch wert an sich zu wissen Das hat schon so vielen Menschen davor Trost gespendet geholfen Und die Psymes sind ja auch von der außerordentlichen Sprache außerordentlichen Gottesbeziehung hergeschrieben.

00:13:59: Also wenn man, ob man die Klargibshalm anschaut, Danksheim also wie unmittelbar da die Beziehung zu Gott ist und was man sich von ihm erhofft und einfordert und wie ehrlich dort gesprochen wird.

00:14:13: Manches Natürlich auch in Worten und den Sprachbildern, die uns heute eher fremd sind.

00:14:19: Da gibt es glaube ich auch Fremdheitserfahrungen bei dem Psalm.

00:14:22: das kann man nicht negieren.

00:14:24: Und trotzdem unermesslicher Schatz dass wir das da am Anfang eines Gottesdienstes einander beten.

00:14:30: Das finde ich wirklich was ganz Besonderes!

00:14:33: Wenn ich dran denke... Wie beispielsweise im Psalm, für viele Menschen zu einem Lebenspsalm wird die, der sie über Jahrzehnte trägt und den sie noch bis zuletzt auswendig können.

00:14:45: Also das berührt mich doch schon sehr.

00:14:48: Eine Frage Markus.

00:14:49: wenn wir also jetzt mal ganz praktisch technischen Gottesdienst denken werden ja vorhin oder in der letzten Folge auch über den Anfang gesprochen.

00:14:58: Also nach der Begrüßung bei mir erstes Votum, dann die Begrüssung versuche ich da eine Überleitung zum Psyme zu schaffen.

00:15:06: Wie genau erklärst du den Leuten wie wir dem Psym beten?

00:15:10: Das würde mich mal interessieren.

00:15:12: Ich habe das gestern im Gottesdienst auf drei... also ich hab dreimal Gottesdienste gefällt gestern und ich glaube, ich habe dreimal unterschiedliche Ansagen dazu gemacht, wie es jetzt funktioniert.

00:15:23: Wie machst Du's denn zwischen dir und der Gemeinde?

00:15:29: Zwischen dir und der Gemeinde, oder teilst du die Gemeinde auf?

00:15:32: Oh nee.

00:15:33: Oh ich mach... Ah!

00:15:36: Gute Frage habe ich schon ewig nicht mehr gemacht.

00:15:37: Ich hatte tatsächlich wenn man ein volles Haus hat kann man ja zwischen Taufstein Seite und Kanzelseite oder so oder Männer- und Frauen im Wechsel beten.

00:15:46: oh ne das hab' ich schon lange nicht mehr gemacht.

00:15:47: Ich mache eigentlich immer im Wechsel zwischen Liturg und Gemeinde Und mein Ideal ist eigentlich möglichst wenig zu erklären Aber das kann ich nicht immer.

00:15:58: Also jetzt gestern, ich habe im Frühgottesdienst um acht Uhr da sind viele Cracks drin ja, da sage ich nur wir beten den Zahm siebenundzwanzig miteinander in Wechsel und es reicht.

00:16:09: Im Hauptgottestdienst hab' ich schon glaube ich noch mehr gesagt also dass die Gemeinde die eingerückten Zeilen liest.

00:16:17: Oh ihr macht heimwärs?

00:16:19: Ja ja auch immer mache ich schon immer!

00:16:21: Also finde ich ganz wichtig.

00:16:22: Ich find, das hat eine ganz andere Dynamik als ganz fairweise miteinander im Wechsel zu gehen.

00:16:27: und abends da ist es... Bundeste Publikum, da weiß ich darauf hin dass der Psyme im Violettenteil das Gesangbuch nur noch siehundvierzient steht.

00:16:36: Also vielleicht ist es ja auch sonst doof wenn da waren einige... Das sehe ich dann am Anfang beim Votum wie viele katholische Geschwister da sind.

00:16:45: und wenn die Nächste vertraut sind im Gesangbruch möchte ich denen sparen, dass sie da lang rumsuchen und sagt dann noch mehr dazu.

00:16:53: Ja wir sind wieder bei dem Thema.

00:16:55: ja erklärt man viel oder wenig?

00:16:59: Ich habe jetzt, vor kurzem hat mich ein Gottesdienst gehabt und wusste da sind Menschen dabei die da jetzt nicht so drin sind.

00:17:08: Den hab ich dann tatsächlich meine Liturgie und alle Anweisungen da mal hingeschrieben in der Hoffnung dass es geholfen hat.

00:17:16: jedenfalls ja.

00:17:18: aber an dem was du sagst kann man schonmal erkennen dir der Psalm ist auch eine schöne Spielwiese nämlich genau das, sich zu überlegen.

00:17:28: Wie wollen wir eigentlich diesen Psalm im Wechsel beten?

00:17:31: Das ist tatsächlich... So ein Psalм ist ja nicht vom Himmel gefallen sondern es ist eine Kunstform die sich in Israel da entwickelt hat.

00:17:41: und da gibt es etwas, das muss man vielleicht auch nochmal kurz reinbringen, nämlich den sogenannten Parallelismus Membrorum.

00:17:52: Salmen sind Lieder, die sich nicht reimen.

00:17:54: Auch im Hebräischen reimen sie sich nicht wie wir das im Deutschen kennen.

00:17:59: aber es gibt durchaus ein lyrisches Element nämlich diesen Parallelismus im Membrorem.

00:18:03: der heißt ganz grob gesagt eine Zeile hat eine Aussage und diese Aussage wird in der zweiten Zeile wiederholt allerdings mit anderen Worten.

00:18:15: Insofern ist sozusagen dieses halbversweise Beten heißt, der Liturg spricht etwas und die Gemeinde spricht im Grunde das Gleiche aber halt nochmal in anderen Worten.

00:18:26: Und dann gibt es die Tradition, die ich habe hier bei uns kennengelernt, dass ganz fersweise also... So jetzt weiß ihr nicht wo wir gerade rausgeflogen sind?

00:18:48: Ganz fersweise, du hast die Tradition.

00:18:50: Genau

00:18:50: richtig ganz ferserweise habe ich das jetzt auch hier so kennengelernt und einfach auch übernommen und die Geschichte ist so dass man dann auch ein bisschen spielen kann.

00:19:02: also man kann zum Beispiel sagen wir beten im Wechsel zwischen Männern und Frauen zum Beispiel ganz fiersweise oder halbfiersweise ist eigentlich egal wie man es aufteilt.

00:19:15: Aber daran sieht man, während ich das erkläre.

00:19:17: Ja, man muss es eigentlich beim Gottesdienst immer wieder kurz ansagen.

00:19:23: Wie stellt man sich das denn vor?

00:19:24: Beziehungsweise wie hat der Kirchengemeinderat das beschlossen?

00:19:27: Denn der Kirchengemeinderat hat die Aufgabe diese Gottesdienstordnung eben zu beschließen und dann eben solche Sachen auch zu beschliessen.

00:19:38: Das nur nebenbei... Also das ist die eine Sache!

00:19:40: Man muss immer ein bisschen was sagen beim Salm.

00:19:44: Das ist so.

00:19:45: Ich mache es gerne, dass ich die Gruppeneinteile zwischen Männern und Frauen oder zwischen Kanzelseite und Taufsteinsseite weil ich finde das ist nochmal mehr dann des Gebet der Gemeinde und ich bin jetzt nicht so der was vorgibt sondern wir...ich sag auch immer wir stimmen ein ins Gebet Israels Weil wir hier uns Worte leihen aus einer für uns... Ja, du hast es ja vorhin gesagt.

00:20:19: Es gibt da eben auch so Fremdheitserfahrungen aus einer anderen Tradition und das möchte ich auch gerne sozusagen bewusst machen.

00:20:31: Das finde ich einen guten Punkt.

00:20:33: Ich meine natürlich ein Riesenfass.

00:20:35: wie wir uns als Christian-Kristen Texte der Hebräischen Bibel aneignen, also was da ein guter und ja wie soll ich sagen sachgemäßer Umgang ist.

00:20:48: Aber das finde ich respektvoll oder gut, das kenntlich zu machen dass wir uns die Worte auch auch aneignen.

00:20:59: Jetzt fällt mir gerade auf.

00:21:00: Das hatten wir in der Aufzählung, als wir uns Gedanken gemacht haben noch gar nicht explizit benannt.

00:21:05: aber nach dem Psalm kommt ja nicht gleich das Eingangsgebet sondern erst mal noch das Gloria Patri, dass er bei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang jetzt und immer da und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

00:21:21: Amen!

00:21:24: glaube ich, manchmal auch in Gottesdiensten wem die Württembergische Liturgie vertraut ist und wer nur darstimmt denkt hey was machen die?

00:21:32: Das stand nicht an der Liedtafel dran.

00:21:35: Ja das fällt mir auch immer auf.

00:21:37: aber was macht er

00:21:40: da?

00:21:41: Ich finde man muss ja auch manchmal einfach durch.

00:21:44: Das

00:21:44: müssen wir aushalten oder?

00:21:46: Ja!

00:21:48: Ich hatte jetzt eine Hochzeit am Freitag.

00:21:52: Das war ganz interessant, weil da hatte ich dann... Die hatten sich einen Psalm gewünscht.

00:21:56: Und es ist nicht so üblich in Gottesinn bei Hochzeiten, dass man da im Psalmen spricht.

00:22:05: Ich bleibe da oft auch schlicht mit einem Eingangsgebet.

00:22:09: Echt?

00:22:09: Witzig!

00:22:10: Ja.

00:22:10: Das hätte ich überlegt.

00:22:13: Ich glaube, ich habe eigentlich immer ein Psaln dabei.

00:22:17: Spannend.

00:22:18: Also von der Trauergende ist fakultativ also kannst du machen Und deswegen habe ich das nicht oft und dann hab' ich dann aber gestern auch eben eher seit dem Vater oder am Freitag war es mit eher seinem Vater eben.

00:22:34: Da war ich ganz froh, weil die waren... Am Anfang habe ich gemerkt, oh sie wissen nicht genau wie sie das mit den Psalm machen müssen.

00:22:40: also das hat ein bisschen gedauert.

00:22:42: Und dann aber beim eher seinen Vater waren alle da!

00:22:44: Das war schön zu merken diesen kleinen Antiphon da zu singen, oder dieses kleine Antwortgesang.

00:22:55: Auch da wäre nochmal eine ganz eigene Folge sozusagen wert sich zu überlegen denn auf diesem jüdischen Text dann hinterher eine trinitarische also christliche sehr christliche Formel zu singe.

00:23:09: das hat auch sein besonderes sozusagen.

00:23:13: ich finde es Ich finde es okay, aber es ist tatsächlich eben auch dann ein sehr noch mal sehr geprägtes christliches Element

00:23:25: hier.

00:23:25: Herr Spannerst du das sagst?

00:23:28: Das muss ich zugeben.

00:23:29: Ich habe das in dem Teil so genau noch nicht ausreichend reflektiert.

00:23:34: Ich mache das sehr bewusst bei Predigtexten also bei Alters damit ich den Predigtxten.

00:23:40: Da versuche ich mit Vorsicht zu agieren.

00:23:44: Aber mir würde es eher bitter aufstoßen, wenn jemand einen Althester mit den Texten... jeder Eindeutigkeit sozusagen auf den Messias Jesus Christus bezieht.

00:23:55: Also das wäre mir eher fremd, dass wer nicht meint.

00:23:58: Aber ich weiß nicht ob ich das ausreichend bei den Gebeten so wie du gerade beschreibst auch schon reflektiert habe.

00:24:07: Gut, ich meine es ist natürlich ein christlicher Gottesdienst und der Zugriff darauf ist genuin-christlicher.

00:24:13: Das kann man kann man auch nicht, sollte mal auch nicht verstecken.

00:24:17: Aber das zumindest zu reflektieren und mit Respekt an diese Texte ranzugehen finde ich einen ganz guten sinnvollen Hinweis.

00:24:26: Also die heilige Schrift der ersten Christen war Die Hebräische Bibel Und die ersten Lobgesänge der Ersten Christen waren Psalmen Ganz natürlich!

00:24:39: Die hatten kein anderes Buch.

00:24:42: Das ist ja erst später dann entstanden.

00:24:46: Insofern sind ja auch die Verweise, wie man sie jedenfalls erkennen kann – auch im Neuntestament sind ja häufig auf Salmen und so weiter und sofort.

00:24:58: also da gibt es eine ganz große Nähe.

00:25:03: Ich würde mich allerdings sozusagen bei dem Gloria Patri, also eher seitdem Vater, würde ich sagen beziehen diesen Text in unseren Glauben mit hinein, der eben von einem drei einigen Gott spricht.

00:25:20: Aber ich würde jetzt nicht sozusagen damit sagen okay und damit taufen wir die Psalmen oder so.

00:25:27: Nein sie sind jüdische Texte und da haben Sie Ihren Sitz und wir entleihen uns mit großer Freude und Dankbarkeit diese Texte weil sie ganz viel von Gott erzählen und von einer Beziehung zu Gott.

00:25:46: Und da finde ich, ist es auch wieder auf den Anfang des Gottesdienstes zu kommen, finde ich das richtig gut!

00:25:53: Weil wie du ja am Anfang auch gesagt hast, das sind ja Zeugnisse von Menschen die in verschiedenen Situationen gebetet haben glauben an Gott ausgedrückt haben.

00:26:10: Und wir leihen uns diese Worte aus, um auch sozusagen von dieser Beziehung die das schon vorgelebt wurde zu profitieren und in diese Beziehungen hineinzutreten in diesen Gottesdienst.

00:26:24: Deswegen finde ich die Psalmen total schön und wichtig!

00:26:29: Was ist dein Lieblings-Psalm oder Lieblungs-PSalm?

00:26:31: Kannst du das

00:26:32: sagen?!

00:26:33: Ja, also neben dem Psalm XXIII ist es Psalm XXXV und den kann ich nicht nur sprechen sondern auch singen.

00:26:43: Weil ich tatsächlich die Gregorianik habe sie im Stift damals kennengelernt und hab im Weltseim.

00:26:51: damals hatten wir auch eine Gruppe.

00:26:53: einmal in der Woche haben wir dann uns getroffen und da auch dem Psalm XVI gesungen und das ist einfach was.

00:27:01: Da kann ich mich immer ganz reinlegen.

00:27:05: Was ist dein

00:27:05: Lieblingszahlen?

00:27:06: Also, ich bin unerschütterlich... Psyme XXIII, ja.

00:27:13: Also ganz einfach, ganz basic hat vielleicht auch damit zu tun dass ich scharfe einfach wirklich mag und das ist ganz toll für ihn, dass mein Vater und seine Frau eine kleine Schafzucht haben in Stuttgart unter Türkeim.

00:27:26: Sind wir wieder bei den Schafen?

00:27:27: Ja, ich finde dieses Bild der Herr als Hirte die grünen Auen, die dunklen Täler das Ankommen im Hause des Herrn.

00:27:35: also ich könnte ewig über den Psyne XXIII predigen und nachdenken und beten.

00:27:41: Ungeheuren Schatz, der für mich nicht an Faszination verliert.

00:27:45: Sondern eher dazu gewinnt und ... Der nächste Psalm, der mir gerade sehr nahe ist schon seit längerer Zeit das Psalme Hundert-Einzwanzig, woher kommt mir Hilfe?

00:27:55: Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat oder meine Augen gehen auf zu den Bergen.

00:28:01: Das vielleicht auch ein bisschen aus einer Alpenromantik, Algoromantik heraus!

00:28:08: dieses Panorama, diese Gottesnähe.

00:28:11: Dieses Vertrauen auf die Hilfe... Also das ist auch ein Salm der mich emotional einfach sehr gerührt und mich erreicht.

00:28:24: So weit also.

00:28:24: der erste Teil unseres Gespräches zum Anfang des Gottesdienstes schaltet auch das nächste mal gerne wieder ein.

00:28:31: Abonniert diesen Kanal denn er isst sehr gut!

00:28:36: folgt uns auch gerne auf Instagram und auf anderen Plattformen.

00:28:41: Wir freuen uns, bis dahin!

00:28:43: Ciao.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.